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Archive → Juli 2009

Das größte Spiegelteleskop der Welt steht nun auf La Palma

Die zweijährige Testphase ist abgeschlossen. Am 24. Juli 2009 hat das größte Spiegelteleskop der Welt auf La Palma offiziell seinen Betrieb aufgenommen.

“Heute ist ein großer Tag für die Forschung in Spanien”, sagte die Wissenschaftsministerin Cristina Garmendia im Beisein von König Juan Carlos und Königin Sofía. Die Grantecan genannte Anlage ist das bislang größte wissenschaftliche Projekt Spaniens.

Das Teleskop, mit einem Hauptspiegel, der einen Durchmesser von ca. 10,4 Metern hat, kostete ca. 130 Millionen Euro. Die Oberfläche besteht aus 36 sechseckigen Segmenten, die einzeln bewegt werden können, um das Licht aus fernen Galaxien möglichst perfekt aufnehmen zu können. Offizilellen Verlautbarungen entsprechend ist das Grantecan so stark wie vier Millionen menschliche Pupillen und so präzise, dass es von La Palma aus zwei Scheinwerfer eines Autos, welches in Australien unterwegs ist, auseinanderhalten könne.

Das Teleskop durch eine Kuppel geschützt, in der besondere mechanische Strukturen dafür sorgen, dass die astronomischen Beobachtungen nicht durch feinste Vibrationen gestört werden. Die sogenannte “adaptive Optik” gleicht zudem Lichtbrechungen durch die Atmosphäre aus – mit mehreren Tausend Korrekturen pro Sekunde.
Das Observatorium befindet sich auf dem Roque de los Muchachos, dem höchsten Berg der Insel La Palma auf ca. 2400 Metern Höhe.
Die Bauzeit des neuen Teleskops betrug ca. sieben Jahre. Betrieben wird die Anlage vom Astrophysikalischen Institut der Kanaren.

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Waldbrand – das grosse Feuer auf La Palma

Nachdem nun nur noch ein Brandherd als akut bezeichnet werden kann, ist die Hoffnung groß, dass das Feuer endgültig gelöscht wird.

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Was bedeutet das Feuer nun für die Besucher der Insel? Gleich vorweg: Es ist im Moment nur mit Einschränkungen im Bereich Fuencaliente, und dort um Las Indias herum, mit Einschränkungen zu rechnen. Die Einschränkungen beziehen sich in erster Linie auf die Nichtbewohnbarkeit einiger Häuser infolge der Verrussung durch das Feuer. Es geht also in erster Linie um Aufräumerbeiten. Im Süden der Insel fanden die meisten Feuer statt, die aber jetzt allesamt unter Kontrolle, bzw. bereits gelöscht sind.
Es gibt also keinen Grund zur Panikmache oder die Insel La Palma nicht zu besuchen.
Kenner der Pinienwälder wissen, dass Waldbrände in diesen Wäldern immer wieder auftreten, immer wieder vorkommen, ja, dass sie sogar ein Stück Leben dieser Wälder ausmachen. Nach einem Feuer sind die Wälder meist in nur ein bis zwei Jahren stärker und stabiler als zuvor.

Leider wird die Situation so dargestellt, als wäre mittlerweile fast die gesamte Insel abgebrannt. Dem ist nicht so. Es hat “nur” auf ca. 10% der gesamten Insel gebrannt und von dem Waldbestand war eine Fläche von “nur” ca. 2% betroffen, der sich aber erfahrungsgemäss in weniger als 6 Monaten erholt haben kann.
Wir wollen hier nichts verniedlichen oder gar als harmlos hinstellen. Auch sollten alle Besucher der Insel darauf achten, keinesfalls in den trockenen Waldgebieten zu rauchen oder offenes Feuer zumachen, denn es kann aufgrund der Trockenheit in Verbindung mit Wind natürlich jederzeit wieder angefacht werden.

Aber Sie können sicher sein: La Palma bleibt die schöne Insel die sie immer war.